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Samstag, Juni 13, 2026
Geschäftsstelle: 02271/89733

Hintergründe unserer Anfrage zur wirtschaftlichen Entwicklung der BM.Cultura

 

BM.CULTURA: Millionenverluste – und trotzdem wird weiter ausgebaut

Am 22.04.2026 haben wir eine Anfrage zur wirtschaftlichen Entwicklung der BM.CULTURA gestellt. Grundlage sind die Beteiligungsberichte und die bisherigen Antworten der Verwaltung.

Die Zahlen sind eindeutig:
2022: -1,23 Mio. €
2023: -1,47 Mio. €
2024: -1,38 Mio. €

Die Verluste werden Jahr für Jahr durch den städtischen Haushalt ausgeglichen – und damit letztlich von den Bürgern getragen. Gleichzeitig werden Rücklagen aufgezehrt und die finanzielle Handlungsfähigkeit nimmt spürbar ab.

Die Struktur des Problems ist klar:
Das Eigenprogramm – also die Veranstaltungen, die BM.CULTURA selbst organisiert – deckt seine Kosten nicht. Eintrittsgelder reichen nicht aus, um Personal, Technik und Organisation zu finanzieren.

Die wirtschaftlich relevanten Einnahmen kommen vor allem aus Vermietungen, Gastveranstaltungen und Gastronomie – also aus Bereichen, die nicht das eigentliche Kerngeschäft darstellen.

Selbst im wirtschaftlich stärksten Jahr der Gesellschaft (2024) wurde keine tragfähige Stabilität erreicht. Ein Konzept, wie die Defizite nachhaltig reduziert werden sollen, ist nicht erkennbar.

Gleichzeitig wird aktuell eine eigene Gastronomieabteilung aufgebaut – mit zusätzlicher Leitung und weiterem Personal. Damit werden zusätzliche Kosten und Risiken geschaffen, statt die bestehende Struktur zu konsolidieren.

Für uns ist deshalb klar:
Es geht nicht mehr um einzelne Maßnahmen. Es geht um die grundsätzliche Frage, ob dieses Betriebsmodell – ein dauerhaft defizitärer Betrieb mit hohem Zuschussbedarf – so weitergeführt werden kann.

Die Verwaltung muss jetzt darlegen, welche Alternative wirtschaftlich sinnvoll ist: Weiterbetrieb, externer Betreiber oder eine grundlegende Neuausrichtung.

Die Stadt kann sich auf Dauer keine Strukturen leisten, die Jahr für Jahr hohe Verluste verursachen – denn diese Belastung tragen am Ende die Bürger.

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