
Als Mensch, der sich aus politischen Aktivitäten, Mitgliedschaften oder gar Ämtern immer heraushalten wollte, habe ich eine schmerzliche Wahrheit erkannt: „Wenn man die Politik nur den Anderen überlässt, ergeben sich Verfallszustände, wie wir sie in den letzten Jahrzehnten erleben.“
Die rechts- und verfassungswidrigen Maßnahmen der Pandemiezeit haben mich im Dezember 2021 zum ersten Mal in meinem Leben auf die Straße getrieben, um für die Grundrechte zu demonstrieren. Aufgrund meiner Fähigkeiten und Erfahrungen als Musiker und Produzent wurde ich umgehend zum Techniker, Organisator und Sprecher der überparteilichen Montagsdemonstranten in unserer Heimatstadt Bergheim. Nach kurzer Zeit habe ich diese Tätigkeiten auf den gesamten Rhein-Erft-Kreis ausgedehnt.
Über diese Bemühungen, Mitbürger aufzuklären und den Rechtsstaat wiederherzustellen, entstanden die ersten Kontakte zu Menschen, die Parteibücher hatten und sogar gewählte Volksvertreter waren. Nach knapp zwei Jahren parteiloser politischer Arbeit habe ich mich der AfD angeschlossen, um die gleichen Ideale von Freiheit und Recht weiter zu tragen.
Die logische Folge meines Engagements als Bürgerrechtler war ein Eingreifen in die Politik, die ich, wie eingangs erwähnt, nicht mehr „den Anderen überlassen“ wollte. Wenn man den allgemeinen Niedergang des Landes außen vorlässt und sich nur auf einen Faktor konzentriert, dann konnte ich denen, die den Zivilisationsbruch der Pandemiemaßnahmen mitgetragen haben, keine Entscheidungsgewalt mehr widerstandslos überlassen.
Als Kulturschaffender habe ich mich allen politischen Aufgaben, die ich sehr schnell übernommen habe, auf meine eigene Art gestellt. Zu diesen Aufgaben gehörte die Mitwirkung an der Zusammenstellung von Teams, wie unserer Ratsfraktion. Menschen zusammenzubringen und zu motivieren, als Gruppe einer gemeinsamen Zielsetzung zu folgen, war und ist das Mittel. Das Ziel ist die Etablierung der echten demokratischen Opposition in unserer Heimatstadt, wo es vorher nur eine geschlossene links-internationalistische Front (die sogenannte „SED 2.0“) gab.
Neben der Kultur, bei der es sich um mein Fachgebiet handelt, ist mein wichtigstes politisches Anliegen die Kontrolle derer, die Macht ausüben. Die Zeit der unwissenschaftlich-diktatorischen Pandemiemaßnahmen hat gezeigt, zu welchen Verstößen gegen die grundlegendsten Rechte sogar die unterste Ebene von Verwaltung imstande ist.
Die Verbrechen dieser Zeit müssen von Politik und Justiz aufgearbeitet werden, aber für die Zukunft haben wir die Aufgabe, jedwede Wiederholung solch totalitärer Exzesse zu verhindern. Dafür brauchen wir Kontrolle und Überwachung der Kontrolleure und Überwacher. Für diese Kontrolle übernehmen wir gemeinsam Verantwortung!
Quis custodiet ipsos custodes?
"Wer wird die Wächter selbst bewachen?"
Juvenal; römischer Dichter des 1. und 2. Jahrhunderts